HISTORIE

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1879 wurde das Unternehmen zunächst als Drogerie- und Kolonialwarenhandlung von Ernst Ludwig Binné und seinem Sohn Anton in Pinneberg gegründet. Unternehmergeist und Zielstrebigkeit haben es ermöglicht, über den Ladentisch eines kleinen Krämereigeschäftes hinweg, Zukunftspläne zu schmieden und zu verwirklichen. So begann Anton Binné 1894 mit dem Aufbau einer Dachpappenfabrik.
Ende des 19. Jahrhunderts trat Hugo Binné, Sohn von Anton, in die Firma ein. Um 1910 erkannte man einen Trend und das Produkt-Sortiment wurde um Bitumendachpappen erweitert.

1914 war ein Schicksalsjahr in der Firmenchronik: der erste Weltkrieg verursachte die Stilllegung der Fabrik. Die letzten finanziellen Mittel der Firma gingen bei Kriegsende durch die Inflation verloren. Die Folgejahre waren sicher die schwierigsten in der Unternehmensgeschichte. Hugo Binné hat jedoch mit ungebrochenem Mut und Ausdauer den Betrieb erneut zum Leben erweckt.
1932 bzw. 1933 traten die beiden Söhne von Hugo Binné dem Unternehmen bei: Werner Binné und Dr. Hugo Binné.
In dieser Zeit wurde die Nachfrage nach Dachpappe immer größer und Binné & Sohn konnte sich einen beachtlichen Marktanteil sichern.

Ein Großfeuer zerstörte 1936 die gesamten Produktionsanlagen. Doch auch dieses Ereignis konnte das Familienunternehmen nicht vernichten, mit vereinten Kräften schaffte man bereits im Sommer 1937 die Fertigstellung einer neuen Fabrikationshalle mit modernen Maschinenanlagen.
Die verheerenden Jahre des zweiten Weltkrieges hat das Unternehmen verhältnismäßig gut überstanden. Ein weiteres Großfeuer im Jahre 1945 zerstörte eine Lagerhalle und die Teerpappenfabrik. Auch hier wurde rasch für einen neuen Aufbau gesorgt. Werner und Hugo Binné sorgten mit ungebrochenem Eifer und viel Einfallsreichtum dafür, dem steigenden Bedarf an Dachpappe gerecht zu werden. Den immensen Problemen durch die Rohstoffknappheit konnten sie durch die Herstellung von Ersatzprodukten entgegen treten, so dass die Produktion auf Hochtouren lief.

In den 50er Jahren wurde durch die Einführung von Glasvlies als neuer Trägerstoff das Ende der Dachpappen eingeläutet. 1968 wurde die Teerdestillation stillgelegt und auf den Maschinen wurden nur noch Bitumen-Dachbahnen gefertigt.
In den Jahren 1958 bis 1968 trat die fünfte Generation ins Unternehmen ein. Durch Bernd, Horst und Klaus Binné wurden weitere Meilensteine in der Firmenhistorie gelegt.
Ende der 60er Jahre entstand die Polystyrol-Hartschaumfabrik zur Herstellung von Dachdämmelementen und im Jahr 1973 wurde die erste Maschine zur Produktion von Schweißbahnen errichtet.

Im Jahr 1985 wurde mit der Produktion von Abdichtungsbahnen aus ECB begonnen. Im Laufe der Jahre wurde das Programm mit hochwertigen FPO-Abdichtungsbahnen erweitert. Die immer größer werdende Nachfrage nach FPO-Bahnen führte schließlich zur Gründung der POLYFIN AG im Jahr 2004. 2015 wurde In der Nähe von Heidelberg ein modernes Werk zur Produktion hochwertiger FPO-Bahnen errichtet.