WÄRMEDÄMMUNG

Wärmedämmung für das Flachdach

Für die Dämmung von Flachdächern bieten wir Ihnen Produkte in verschiedenen Materialien, Güten und Produkttypen an.

Wärmedämmung Flachdach EPS
unsere Produkte: Wärmedämmung aus expandiertem Polystyrol (EPS) 

 

 

Wärmedämmung Flachdach Mineralfaser
unsere Produkte: Wärmedämmung aus Mineralfaser

 

 

Wärmedämmung Flachdach PUR-PIR unsere Produkte: Wärmedämmung aus PUR/PIR: Gefälledachsystem, Flachdachdämmplatten, Keile – kontaktieren Sie uns gern

 

Welche Wärmedämmung empfiehlt sich für ein Flachdach?

Der Einsatz der verschiedenen Wärmedämmstoffarten ist auf das jeweils geplante Dach abzustimmen. Hierbei muss neben der Dämmeigenschaften auch die Druckfestigkeit und weitere dämmstoffspezifische Eigenschaften abgewogen werden bzw. auch die genaue bauliche Situation des jeweiligen Flachdaches mit berücksichtigt werden.

Wärmedämmung Flachdach

Wärmedämmmaterialien von unten nach oben: Mifa, EPS, PUR, XPS, Vakuumdämmung

Wärmedämmung aus EPS ist der bewährte Allrounder. Es verbindet gute und wirtschaftliche Dämmung. Mit EPS-Dämmung erfüllt man sehr gute Dämmeigenschaften in Kombination mit geringem Gewicht.

Bei erhöhten Brandschutzanforderungen kommt Mineralfaser zum Einsatz. Sollte zusätzlich zum Brandschutz eine hohe Druckfestigkeit erfüllt werden, kann Schaumglas- oder Kalziumsilikatdämmung zum Einsatz kommen.

Ist ein besonderer Schutz der Abdichtung ein zu erfüllendes Ziel, ist das Umkehrdach die richtige Konstruktion. Durch die wasserabweisenden Eigenschaften von XPS-Dämmung kann die Dämmung auf der Abdichtung verlegt werden.

Wenn eine geringe Aufbauhöhe und zudem eine hohe Druckfestigkeit gewünscht ist, empfiehlt sich PUR/PIR als Dämmmaterial für das Flachdach. PUR-Dämmung kann mit besonders guten Dämmeigenschaften bereits zur erheblichen Minimierung von Dämmstoffdicken beitragen.

Besonders Dämmstoffelemente aus Vakuumisolationspaneelen, der sogenannten VIP Dämmung, sind auf Grund überragender Dämmwerte, mit einer Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) von 0,007 W/(mK), für besonders schlanke aber dennoch belastbare Dachabdichtungssysteme hervorzuheben und gelten bei Planern, Ausführenden und Bauherren als wahre Problemlöser für Anschlusshöhen. Dieser Dämmstoff kann bis zu 6-fach bessere Dämmwirkung als herkömmliche Dämmstoffe darstellen. Hiermit kann z. B. bei einer Dämmstoffdicke von 40 mm der gleich U-Wert erzielt werden, für den eine 240 mm dicke Mineralfaserdämmung notwendig wäre.

Auswahlkriterien im Einzelnen sind die Wärmeleitfähigkeit, die Baustoffklasse (insbesondere Anforderungen bezüglich Brandverhalten), die Druckfestigkeit, das Gewicht der Dämmung und die Umwelteigenschaften. Preisliche und ökologische Überlegungen spielen auch eine Rolle.

Wie funktioniert Wärmedämmung am Flachdach

Eine Wärmedämmung für ein Flachdach kann in verschiedenen Varianten aufgebaut werden:
Am häufigsten vertreten ist das nicht belüftete Flachdach, das auch häufig als Warmdach oder einschaliges Dach bezeichnet wird. Das Dämmmaterial wird hier zwischen einer auf die Unterkonstruktion aufgebrachten Dampfsperre und der Dachabdichtung eingeplant.
Das mittlerweile seltene belüftete Flachdach, das auch oft als Kaltdach oder zweischaliges Dach bezeichnet wird, weist eine Lüftungsschicht zwischen Dachhaut/Schalung und Dämmung auf.
Das Umkehrdach zeigt eine umgekehrte Anordnung von Abdichtungsebene und Dämmung. Die Dämmebene liegt hier auf der Abdichtungsebene und wird mit Kies gegen Windsog und UV-Strahlung geschützt.

Was bedeutet Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit bestimmt wie gut (bzw. schlecht) ein Material Wärme leitet und daraus resultierend, wie gut es sich zur Wärmedämmung eignet. Es wird dabei vom Wärmeleitkoeffizienten Lambda (λ) gesprochen. Die Einheit ist Watt pro Meter und Kelvin (W/mK). Von der Wärmeleitfähigkeit leitet sich die Wärmeleit(fähigkeits)gruppe (WLG) ab. Im Zuge der EU-Normharmonisierung wurde die Bezeichnung WLG durch WLS (Wärmeleitfähigkeitsstufe) ersetzt. Eine Wärmeleitfähigkeit von λ=0,031 W/(mK) entspricht einer Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) von 031. Je geringer der Wert der Wärmeleitfähigkeit ist, umso besser dämmt der Dämmstoff. Um bei schlechterer WLS auf die gleiche Dämmwirkung zu kommen, muss die Dämmung entsprechend dicker ausfallen. Bei den Wärmeleitfähigkeitsstufen gibt es nicht nur 5er Schritte wie bei den vorherigen Wärmeleitgruppen sondern auch 1er Schritte (WLS 029, WLS 030 usw). Hierdurch kann das tatsächliche Leistungspotenzial jedes Dämmstoffes für die energetischen Berechnungen genutzt werden. Das bedeutet Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 031 bis WLS 035 entsprachen alle vorher der WLG 035. Wärmeleitfähigkeitsstufe wird verkürzt oder umgangssprachlich auch Wärmeleitstufe genannt.

Warum ist Wärmedämmung wichtig und welche Vorteile bietet die Wärmedämmung

Neben den gesetzlichen Vorschriften zur Wärmedämmung (s.u.) bringt die Wärmedämmung eine Heizkosteneinsparung und hieraus resultiert eine maßgebliche Verringerung der Emissionen. Das Flachdach stellt eine große Fläche dar, über die teure Heizenergie verloren gehen kann. Ebenso verhindert eine Dämmung des Flachdaches bei kalten Außentemperaturen und ungünstigen Innenraumtemperaturen Tauwasser an der Unterseite und in der Konstruktion des Daches. Aus diesem Grund spricht man neben der energetischen Dämmung auch von der konstruktiven Dämmung. Ein weiterer Vorteil kann in Abhängigkeit vom gewählten Material (z.B. Mineralfaser) in der zusätzlichen Schalldämmung liegen. Darüber hinaus trägt die Wärmedämmung auch zum sommerlichen Wärmeschutz bei und verringert das Aufheizen der Innenräume im Sommer.
Aus den genannten Gründen führt eine nachträgliche Wärmedämmung zur Wertsteigerung oder zum Werterhalt der Immobilie. Die Wärmedämmung ist in Zukunft ein entscheidender Faktor, um energetischen Umweltschutz zu betreiben und durch Emissionssenkung die gesellschaftlich und politisch gesteckten Umweltziele überhaupt zu ermöglicht.

Wann lohnt sich Wärmedämmung

Wärmedämmung ist mit Kosten für das Material und die Ausführung verbunden. Diese Kosten müssen dem Einsparungspotential über eine größere Zeitspanne (angedachte Nutzungsdauer des Bauteils Dach) entgegengesetzt werden. Jedes Flachdach ist anders (z.B. Anzahl Detailanschlüsse wie Kamin, Dunstrohre, Lichtkuppeln, Dachabläufe) und erfordert unterschiedliche Maßnahmen. Die Kosten sind z.B. abhängig davon, wie viele aufwändigere Detailanschlüsse auf dem Flachdach durchgeführt werden müssen. Weitere Faktoren, die in die Rechnung mit eingehen, sind bei einer Dachsanierung z. B. der U-Wert des Bestandsdaches vor der Dämmung, der Lambda-Wert der neuen Dämmung, die Dämmstoffdicke, die Kosten des Dämmmaterials und evtl. Instandhaltungsaufwand, der Wirkungsgrad der Heizung, die angenommene Energiekostensteigerung und mögliche Vergünstigungen durch Förderungsprogramme z. B. von der KfW. Eine konkrete Bezifferung all dieser Aspekte ermöglicht eine Betrachtung der Amortisationsdauer, also der Zeit, nach der sich die Investition in Wärmedämmung gelohnt hat. Von Energieexperten wird im Zuge einer Amortisationsberechnung häufig ein Zeitraum von 20-30 Jahren herangezogen.

Was ist bei Wärmedämmung am Flachdach zu beachten

Grundsätzlich ist bei der Wahl der Dachkonstruktion darauf zu achten, dass die gewählte Konstruktion dauerhaft eine Funktionstüchtigkeit sicherstellen kann. Dieses ist bei der klassischen Konstruktion eines nicht durchlüfteten Daches am einfachsten zu gewährleisten. Hierbei befindet sich die tragende Konstruktion im Gebäudeinneren, im sogenannten warmen Bereich, und ist somit in Verbindung mit einer Dampfsperre und einer hochwertigen Dachabdichtung optimal geschützt. Durchlüftete Dachkonstruktionen sind auf Grund der hohen energetischen Anforderungen praktisch nicht mehr darstellbar. Die regelmäßig anzutreffende Mischkonstruktion einer zwischen der Holzbalkendecke voll gedämmten Schicht stellt gemäß der allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRT) eine Sonderkonstruktion dar und ist in der Praxis risikobehaftet. Sie ist auf Grund dieser Erkenntnisse in Fachkreisen als „selbstkompostierendes Dach“ bekannt. Solche Konstruktion sollte grundsätzlich vermieden werden und bedarf bei einer Planung und Ausführung im Vorfeld einer dynamischen, instationären (zeitabhängigen) bauphysikalischen Berechnung. Die Dämmstoffe aus EPS, PUR/PIR, Mineralfaser, Schaumglas und Kalziumsilikat sind auch als gefällegebende Dämmplatten, sogenannte Gefälledämmung, erhältlich.
Bei der Erstellung neuer Dachschichtenaufbauten ist darauf zu achten, dass kein Wasser in das Dachschichtenpaket eingebaut wird. Ebenso ist im Zuge von Dachinstandsetzungsarbeiten darauf zu achten, dass ggf. im Bestandsdach vorhandenes Wasser sich nicht nachteilig auf den gewählten Dämmstoff auswirken kann. Eingeschlossenes Wasser kann in Bezug auf die unterschiedlichen Dämmungen die energetischen Eigenschaften der Wärmedämmung und auch die Druck- und Zugfestigkeit negativ beeinflussen. Im Zuge von Planungen müssen bei Neu- und Bestandsbauten ein besonderes Augenmerk auf die Detailpunkte gelegt werden. Alle Details müssen frei von Wärmebrücken geplant und ausgeführt werden. Nur so können erhebliche Energieverluste, Stockflecken oder gar entstehender Schimmel verhindert werden.

Welche Vorschriften gibt es zur Wärmedämmung für das Flachdach

In jedem Fall muss mindestens der konstruktive Wärmeschutz gemäß DIN 4108 erfüllt werden. Der konstruktive Wärmeschutz bezeichnet den Einsatz von Wärmedämmung und ergänzender Schichten wie z.B. Dampfsperre, der notwendig ist, dass ein Bauteil z.B. Betondecke nicht durch Tauwasser geschädigt wird. Zum Beispiel werden durch den konstruktiven Wärmeschutz Frostabplatzungen im Beton durch gefrierendes Tauwasser vermieden.
Wird eine Dämmung für das Flachdach als Neubau geplant, müssen die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG, früher EnEV), eingehalten werden. Grundsätzlich gilt hier als zu erfüllendes Ziel der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes. Als Referenzwert wird bei Wohngebäuden für das abgedichtete Dach ein maximal zulässiger U-Wert von 0,20 (W/m²K) angesetzt. Dieser ist im Zuge der Zielerreichung des Gesamtenergiebedarfes in der Planungsphase entsprechend zu optimieren.
Bei Instandsetzungen gibt das GEG für das Bauteil Flachdach einen einzuhaltenden U-Wert von 0,20 (W/m²K) vor.
Im Falle einer keilig geschnittenen Dämmung (Gefälledach) ist der U-Wert nach DIN EN ISO 6946 zu bestimmen. Hier zählt die energetische mittlere Dicke, die nicht der geometrischen mittleren Dicke entspricht. An der dünnsten Stelle des Gefälledaches muss nur der Mindestwärmeschutz gemäß DIN 4108 (bauteilabhängig) erfüllt werden. Für die Bestimmung des U-Wertes gilt nicht die geringste Dämmstoffdicke eines Gefälledaches!
Bei genutzten Dachflächen ist die Druckfestigkeit eines Dämmstoffes ein maßgeblicher Aspekt. Es gibt für die Anwendung von Dämmungen im Außenbereich, die unter Abdichtungen eingesetzt werden (DAA) die Druckbelastbarkeit dm, dh und ds. Das Kürzel dm steht für mittlere Druckbelastbarkeit und ist für nicht genutzte Flachdächer geeignet. Bei Flachdächern die einer Nutzung unterzogen sind (Dachterrasse, Solaranlage, usw.) muss Dämmstoff der Druckbelastbarkeit dh zur Verwendung kommen. Dieser Dämmstoff besitzt eine hohe Druckbelastbarkeit. Für besonders hoch belastete Dachflächen (z.B. Parkdecks) muss ein Dämmstoff mit einer Druckbelastbarkeit ds geplant und verbaut werden. Dieser hat eine sehr hohe Druckbelastbarkeit.
Für die neue Dämmung eines Flachdaches können Privatpersonen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite oder Investitionszuschüsse für die Sanierungsmaßnahmen beantragen. Die Hinzuziehung eines sachverständigen Energieeffizienz-Experten des Bundes ist nötig, der auch die notwendigen Antragsunterlagen für Kredit oder Zuschuss ausstellt.